KI Bias Studie Schweiz
Die «KI Bias Studie Schweiz» untersucht, ob Künstliche Intelligenz die Schweizer Medien bei der automatisierten Mediaplanung benachteiligt.
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Ausgangslage zu KI Bias in der Schweiz
Benachteiligt Künstliche Intelligenz Schweizer Medien bei der automatisierten Mediaplanung?
KI-Modelle können auch bei der Planung von Werbekampagnen eingesetzt werden. Dabei stellt sich die Frage, ob sie bestimmte Medien systematisch bevorzugen oder benachteiligen.
Die «KI Bias Studie Schweiz» untersucht, wie Künstliche Intelligenz in der Schweiz Investitionen in verschiedene Werbeträger tätigen würde. Die Resultate werden den heutigen Investitionen in verschiedene Werbeträger aus verschiedenen Branchen gegenübergestellt.
Im Fokus steht die Berücksichtigung von Schweizer Medien wie TV, Radio, Audio, Print, digitalen Newsplattformen und Out-of-Home im Vergleich zu internationalen digitalen Plattformen wie YouTube oder Social Media.
Unterstützt wird die Studie durch die folgenden Organisationen: AWS Aussenwerbung Schweiz, ETH Juniors, Goldbach Group, LSA Leading Swiss Agencies, Media Focus, VSM Verlegerverband Schweizer Medien und IGEM Interessengemeinschaft elektronische Medien.
Drei zentrale Hypothesen der KI Bias Studie Schweiz
- Daten-Dominanz der internationalen Tech-Plattformen: KI-Modelle greifen auf grosse Mengen digital verfügbarer Informationen zurück. Internationale Plattformen stellen ihre Leistungsdaten umfangreich, gut dokumentiert und maschinenlesbar zur Verfügung. Dies könnte dazu führen, dass sie bei KI-generierten Mediaplanungen stärker berücksichtigt werden.
- Geringere Sichtbarkeit von Schweizer Medien: Medienangebote in der Schweiz wie Print, digitale Newsplattformen, Plakatwerbung, Radio, Audio und TV verfügen über etablierte Leistungs- und Wirkungsnachweise. Diese Daten sind für globale KI-Modelle jedoch möglicherweise weniger gut zugänglich und verwertbar.
- Mögliche Auswirkungen auf die Mediaplanung: Falls KI-Modelle Schweizer Medien systematisch unterbewerten, könnten Werbebudgets verstärkt zu internationalen Plattformen fliessen – auch wenn lokale Medien für bestimmte Kampagnen gleich gut oder besser geeignet wären.
Wissenschaftliche Grundlagenstudie 2026
Um diese Hypothesen empirisch zu überprüfen und mögliche Verzerrungen messbar zu machen, wurde 2026 eine wissenschaftliche Grundlagenstudie lanciert. Die Untersuchung wird von Guido Trevisan und Monika Jäggi geleitet und in Zusammenarbeit mit den ETH juniors, einem studentischen Beratungsunternehmen aus dem Umfeld der ETH Zürich, durchgeführt. Die IGEM beteiligt sich an der Finanzierung der Studie. Derzeit laufen die Datenerhebung und Auswertung durch die ETH Juniors.
Erste Einblicke in die Studienergebnisse
- Listen up 2026! – 27. Okt 2026
- Am gemeinsamen Event von IGEM, VSP und Goldbach Audio gibt Guido Trevisan eine Sneak Preview der Studie mit Fokus auf Radio und Digital Audio. Im Zentrum steht die Frage: Wo bleibt der Werbefranken, wenn KI die Audioplanung übernimmt?
- Fake, Real … Egal? – 11. Nov 2026
- Am Branchenevent von KS/CS präsentieren Monika Jäggi und Guido Trevisan ausgewählte Ergebnisse der «KI Bias Studie Schweiz». Sie gehen der Frage nach, ob KI bei der Werbeplanung bestimmte Medien bevorzugt oder benachteiligt – und welche Mediengattungen besonders betroffen sind.
Mehr Hintergrund zur Initiative und zur Studie
Ausblick: Swiss Media Agent und andere Lösungsansätze
Das Ziel der Initiative ist nicht, den Einsatz von KI in der Mediaplanung zu verhindern, sondern eine fundierte und faire Berücksichtigung der Schweizer Medienlandschaft zu gewährleisten.
Sollte die Studie systematische Verzerrungen in der KI-gestützten Mediaplanung nachweisen, könnten verschiedene Lösungsansätze geprüft und diskutiert werden. Eine Möglichkeit wäre, KI-Modelle gezielt mit qualitätsgesicherten Schweizer Markt- und Mediendaten zu ergänzen.
Ein möglicher Ansatz ist der sogenannte «Swiss Media Agent», der KI-gestützte Mediaplanung mit relevanten Schweizer Daten unterstützt und damit zu transparenteren und ausgewogeneren Empfehlungen beitragen könnte.
Die IGEM unterstützt die wissenschaftliche Untersuchung möglicher KI-Verzerrungen. Sie beteiligt sich dazu an der Finanzierung der Grundlagenstudie. Ob die IGEM auch die Entwicklung oder Finanzierung des «Swiss Media Agent» oder anderer Lösungsansätze unterstützen wird, wurde bislang weder diskutiert noch entschieden.