KI, digitale Trends & Technik in der Schweiz
Die Studie IGEM-Digimonitor zeigt, wie die Schweizer Bevölkerung KI, Online-Shopping, digitale Bezahldienste, Messenger und Adblocker nutzt – auf Smartphone, PC/Laptop, Tablet, Spielkonsole, Smartwatch, Smart Speaker und TV-Gerät.
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Nutzung von KI in der Schweiz


KI-Nutzung hat sich seit 2024 verdoppelt
- Künstliche Intelligenz wird zum Massenphänomen. 80% der Bevölkerung nutzen 2026 mindestens gelegentlich KI. Damit hat sich die KI-Nutzung seit 2024 verdoppelt.
- Fast jede dritte Person nutzt KI-Tools bereits täglich. Besonders hoch ist die Verbreitung bei den 15- bis 34-Jährigen (91% nutzen gelegentlich KI, 44% täglich).
- KI wird längst nicht mehr nur zum Schreiben von Texten oder für Übersetzungen eingesetzt. KI wird zum Alltagshelfer für Information, Lernen und Einkauf.
- 57% nutzen KI für Recherchen, 39% für Produktinformationen und Einkaufsberatung. Auch für das Lernen mit Tutorials gewinnt KI an Bedeutung.
- Bei einer Nutzungsrate von 76% liegt die private KI-Nutzung der Bevölkerung derzeit deutlich vor der Anwendung im Beruf oder in der Ausbildung (61%).
KI wird Teil der Suche
- KI wird zunehmend für die Suche genutzt: 77% verwenden den KI-Modus innerhalb der klassischen Suchmaschinen, 57% nutzen KI-Plattformen gezielt für die Suche.
- Damit werden KI-Plattformen häufiger für die Suche genutzt als YouTube (34%) oder Social Media (28%).
- Für Produktinformationen bleiben Online-Shops die erste Anlaufstelle: 91% informieren sich dort mindestens gelegentlich über Produkte und Dienstleistungen.
- Dahinter etablieren sich KI-Plattformen (39%) bereits auf Augenhöhe mit YouTube (40%) und Social Media (36%) für die Einkaufsberatung.
Quelle: Repräsentative Studie IGEM-Digimonitor 2026 zur Mediennutzung, Schweizer Bevölkerung von 15-75 Jahren mit Internetnutzung (6,4 Mio. Personen), n=1’957 Befragte.
Online-Shopping
Das Smartphone wird für Online-Shopping immer wichtiger: 66% nutzen das Handy fürs Einkaufen im Internet.
Das Smartphone ist 2026 erstmals ein etwas wichtigerer Shopping-Kanal als Laptop oder PC.
Bezahldienste
Twint ist der meistgenutzte digitale Bezahldienst; Krypto als Männerdomäne
- Beim Shopping im Internet wie auch beim Einkaufen im Laden um die Ecke: Digitale Zahlungsdienste werden beliebter.
- 95% der 15- bis 75-Jährigen in der Schweiz nutzen 2026 mindestens einen digitalen Bezahldienst.
- Branchenprimus ist Twint: 89% der Bevölkerung nutzen Twint.
- Ein Viertel der Bevölkerung hat bereits mit Klarna eingekauft.
- PayPal ist bei jüngeren Personen zwischen 15 bis 24 Jahren deutlich weniger verbreitet als bei Personen ab 25 Jahren.
- Krypto-Währungen als Männerdomäne. Rund 800’000 Personen (12% der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren) nutzen Krypto-Währungen in der Schweiz. Die Krypto-Nutzer sind fast ausschliesslich Männer.
Quelle: Repräsentative Studie IGEM-Digimonitor 2026 zur Mediennutzung, Schweizer Bevölkerung von 15-75 Jahren mit Internetnutzung (6,4 Mio. Personen), n=1’957 Befragte.
Messenger-Dienste
WhatsApp ist mit grossem Abstand der meistgenutzte Messenger in der Schweiz
- 6,2 Millionen (96% der Bevölkerung von 15-75 Jahren) nutzen WhatsApp.
- Die alternativen Messenger wie Telegram, Threema oder Signal werden meist nur als Zusatz-Messenger zu WhatsApp genutzt.
- Telegram hat 1,3 Millionen User:innen in der Schweiz (20% der Bevölkerung von 15-75 Jahren). Je 1,1 Millionen Personen nutzen Threema oder Signal.
- WhatsApp ist auch bei Personen, die eine Alternative runtergeladen haben, der Hauptmessenger.
- Facebook Messenger wird von 2,0 Millionen Menschen genutzt, Snapchat von 1,5 Millionen. Snapchat hat mit durchschnittlich 25 Jahren die jüngsten Nutzer:innen. Facebook Messenger hat mit 59% den grössten Frauenanteil der Nutzer:innen.
Messenger unterscheiden sich nach Geschlecht
Quelle: Repräsentative Studie IGEM-Digimonitor 2026 zur Mediennutzung, Schweizer Bevölkerung von 15-75 Jahren mit Internetnutzung (6,4 Mio. Personen), n=1’957 Befragte.
Elektronische Geräte & Gadgets
Männer nutzen mehr elektronische Geräte
- Schweizerinnen und Schweizer nutzen im Durchschnitt rund sechs elektronische Geräte für den Medienkonsum.
- 6,2 Millionen (96% der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren) nutzen 2026 ein Smartphone, 5,7 Millionen (89%) einen Fernseher und 5,6 Millionen (88%) einen Laptop.
- Deutlich mehr als die Hälfte verfügt zudem über ein Tablet (60%), ein Radiogerät (58%) und einen PC (59%).
- Ebenfalls weit verbreitet sind Smart-Home-Geräte (29%), Smartwatches (32%) und Spielkonsolen (28%).
- Sprachgesteuerte Smart Speakers (10%) und Virtual-Reality-Brillen (4%) bleiben hingegen Nischenprodukte.
- AI Glasses (auch KI-Brillen, Smart Glasses oder smarte Brillen genannt) hingegen sind bislang ein Nischenphänomen: Erst 2% der Bevölkerung nutzen entsprechende Geräte, etwa Ray-Ban Meta Wayfarer. Die grösste Offenheit zeigt sich bei den 20- bis 24-Jährigen.
- Männer nutzen mehr elektronische Gadgets: Männer nutzen durchschnittlich 6,7 Geräte, Frauen nur 5,9.
- Spielkonsolen sind bei jüngeren Personen zwischen 15-24 Jahren deutlich beliebter als bei Personen über 25 Jahren. 49% der Personen mit Jahrgang 2002-2011 nutzen Spielkonsolen. Aber nur 24% der Personen mit Jahrgang 1951-2001.
Quelle: Repräsentative Studie IGEM-Digimonitor 2026 zur Mediennutzung, Schweizer Bevölkerung von 15-75 Jahren mit Internetnutzung (6,4 Mio. Personen), n=1’957 Befragte.
Adblocker
Wenig Lust auf Internet-Werbung
- Internet-Werbung stösst bei vielen Nutzern nach wie vor auf Ablehnung.
- Für Schweizer Medien, die sich über Internet-Werbung finanzieren, kann dies ein Problem sein.
- 2026 hat fast ein Drittel (32%) der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren auf mindestens einem Gerät einen Adblocker installiert.
- Insbesondere Männer nutzen Adblocker. Fast die Hälfte (47%) der Männer zwischen 15 und 54 Jahren haben einen Adblocker installiert, der Werbung automatisch ausblendet.
Quelle: Repräsentative Studie IGEM-Digimonitor 2026 zur Mediennutzung, Schweizer Bevölkerung von 15-75 Jahren mit Internetnutzung (6.4 Mio. Personen), n=1’957 Befragte.
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